ideenskizze 2012
zusammen mit jennifer wjertzoch

anus mundi : an einem arsch der welt

Es tut mir leid, ich habe es probiert, aber ich habe feststellen müssen: Das bin ich einfach nicht.
Ich glaube, das wird eine runde Sache, auf alle Fälle, so wie das geplant ist, doch für mich ist das einfach uninteressant. Ich will ernst genommen werden und ich will etwas ernst nehmen.
Aber sicher nicht dich...sorry. Ich glaube, du musst zuerst für dich mal etwas finden, so eine klare Haltung dazu. Klar, wenn du jemanden brauchst, der kurz mal einen Blick auf die Sache wirft, und wenn deine jetzige emotionale Verfassung und dein Stolz mich überhaupt noch zulassen...Ruf mich
einfach an. Okay?

01-Die Kunst ein Arschloch zu sein
Ohne Frage, jeder von uns kennt wenigstens eins oder ist an irgendeinem Punkt in seinem Leben schon einmal in den Augen eines Anderen eins gewesen - Ein Arschloch. Wenn Sie einmal auf Ihr Leben schauen, dann gibt es da eine Hand voll Freunde und Bekannte und dann ein weites Meer von Arschlöchern.

Wir erleben eine Person auf der Bühne, die die Welt bedeutet. Während die Welt sich in seiner Mehrheit feiert, wird unser Protagonist auf dem vermeintlichen Höhepunkt ausgeschieden. Konfrontiert mit der Ablehnung und dem Zweifel an sich selbst, zieht er sich gepeinigt wie ein Hund in Einsamkeit zurück. In Reflexion seiner Persönlichkeitsentwicklung, projiziert sich ihm sein eigenes Arschloch. Im Arschloch muss er die Perfektion erkennen, die ihm bis dahin die Welt zu Füßen legte. Der emanzipatorische Kampf mit seinem Alter Ego eskaliert in einer Abspaltung. Während das Arschloch befreit die Weltherrschaft anstrebt, nimmt das Schicksal für den nun bereinigten Menschen seinen Lauf.

Illusionär, weil es das tragische Ausgeliefertsein des Menschen an die Kräfte der äusseren, und auch der inneren Welt darstellt. So wird das Arschloch Abbild einer kranken Seele als Symptom innerer Zerrissenheit - wortwörtlich die Projektion einer in sich gespaltenen Persönlichkeit.