ideenskizze 2012
zusammen mit jennifer wjertzoch

SCHLECHTES GEWISSEN
Im Allgemeinen-Sprachgebrauch wird der Begriff ‚schlechtes Gewissen‘, zumeist derart verwendet und verstanden, dass (ein) schlechtes Gewissen ein Wissen darum ist, dass man gegen festgelegte bzw. bestehende (soziale) Regeln verstoßen hat, und dass man diesen begangenen Regelverstoß, im Nachhinein, bereut.
Beispiel: „Susi hat ein schlechtes Gewissen, da sie - ohne zuvor zu fragen - Geld aus der Börse ihrer Mutter entwendet hat, um, verbotenerweise, Zigaretten zu kaufen, und, bereut dies nun!“
(Quelle: http://mulmi.bplaced.net/leben/psychologie/begriffsdefinition-schlechtes-gewissen.html)

Einmal alles falsch machen, dazu wollen wir ermuntern, kaum Nutzen haben und nur Kosten verursachen, weil es uns noch etwas wert ist. Weg mit der „Nachhaltigkeit“ nur der unmittelbare Nutzen zählt, der kurzfristige Gewinn. Darum kümmern wie es einem selber geht und vielleicht noch ob man ein guter Mensch gewesen war. Das Aus-sich-selbst-schöpfen-Müssen-Immer-weiter-Müssen-woanders ist es halt immer besser!
Und dann doch die Frage: „Haben wir eigentlich eine gute Welt hinterlassen?“

EIN THERAPIEVORSCHLAG
Wie lässt sich das Leben angesichts einer inzwischen alle Lebensbereiche erfassenden Lichtgeschwindigkeit von 300.000 Kilometern pro Sekunde bewältigen?
Ein Ausweg sei vielleicht die Erschaffung eines künstlichen Wesens: mit einem optimierten Gehirn, das sich Möglicherweise auch für die Bewältigung moderner Beschleunigungturbulenzen eignet. Es ist die Vision des Eingriffs in die eigenen genetische Abläufe um somit auch die eigene Reproduktion zu beheerrschen.
Daneben existiert jedoch ein weiteres sehr unbeliebtes Rezept, das da lautet:
„Der verständige Mann braucht sich nur zu mäßigen, so ist er auch glücklich.“
Weltverbesserung ist nur durch Selbstverbesserung möglich, im Sinne von Genügsamkeit.
Kultur des Maßhaltens, des Verzichts und der Nachhaltigkeit.
Letztlich geht es uns aber gar nicht darum die eine oder die andere Richtung zu propagieren, als
vielmehr darum ein lebendiges, provokatives und spaßiges Gedankenexperiment durchzuspielen. Jenseits von ermüdender Thesenhuberei und den unzähligen Extrem-Verfächtern lähmender
Theorien.